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Maria Ward gründet 1610 einen Orden. Die Mitglieder sollen, gebunden an Gott, frei sein für den Dienst am Menschen und offen für die Nöte der Zeit. Fundament der von Frauen geleiteten Gemeinschaft sind die Satzungen des Ignatius von Loyola, dem Gründer der Gesellschaft Jesu. Die junge Gemeinschaft sieht die Ausbreitung des Glaubens durch pastorale Dienste sowie die Bildung und Erziehung von Mädchen als ihre Aufgabe. - Die Mädchenerziehung ist zu dieser Zeit ein wichtiges Anliegen!
Ihr Werk breitet sich rasch aus, doch der Widerstand und das Unverständnis gegenüber dem apostolischen Wirken von Frauen, die auf Klausur verzichten, nehmen zu. Papst Urban VIII. löst das Institut Maria Wards auf. Sie unterwirft sich ohne Bitterkeit der Kirche, steht aber doch zu ihrem Auftrag. Eine kleine Gruppe von Gefährtinnen bleibt. Sie unterrichten auch nach dem Tod der Gründerin Mädchen und junge Frauen. Es folgen verschiedene Gründungen unter der Obhut von Bischöfen und Fürsten. 1703 erhält die Gemeinschaft die Bestätigung ihrer Regeln, aber erst 1877 wird das Institut vom Papst anerkannt. Dennoch durfte Maria Ward bis 1909 nicht als Gründerin bezeichnet werden. Die Konstitutionen des Ignatius, die immer Grundlage ihres Lebens war, erhielt die Gemeinschaft erst 1978, die vollständige Fassung 2004. |
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